Die Private Krankenversicherung
Breit gefächertes Leistungsspektrum
Vergleiche bringen es oft an den Tag- die monatlichen Beiträge für die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung gestalten sich oftmals niedriger als erwartet.
Wer vorhat, seine gesetzliche Krankenversicherung zu verlassen, um in eine Private zu wechseln, sollte jedoch eingehende Versicherungsvergleiche unternehmen.
Dabei können mehr Arbeitnehmer in den Genuss des Leistungspaketes einer Privaten kommen, als angenommen.
Wer im dritten Jahr hintereinander über ein höheres Brutto- Monatseinkommen als 3975 Euro verfügt, kann sich privat absichern lassen.
Einkommens unabhängig können sich Künstler, Freiberufler und Selbstständige privat versichern lassen.
Ebenfalls von den Konditionen einer Privaten können Abgeordnete des Bundes und der Länder, sowie Beamte und Richter profitieren.
Wie bei der gesetzlichen Versicherung auch, muss der jeweilige Arbeitgeber die Hälfte der Krankenkassenbeiträge leisten; jedoch gilt dies nur bis zu einem festgesetzten Höchstsatz. Selbstbehaltkosten werden dagegen nicht anteilig vom Arbeitgeber getragen.
Zu den Vorzügen einer Privaten gehört, dass der Versicherte maßgeblich daran beteiligt wird, mittels des gewählten Tarifes und dem damit verbundenen Leistungsspektrum, seine monatlichen Beiträge zu gestalten.
Wer da nicht so flüssig ist, was insbesondere junge Selbstständige betrifft, die noch in der Anfangsphase ihrer Selbstständigkeit stecken, kann einen günstigen Basistarif wählen. Dieser entspricht in seinen Leistungen in etwa dem der gesetzlichen Krankenversicherungen.
Möchte man von einem exklusiven Schutz profitieren, der unter anderem eine Chefarztbehandlung oder bei einem stationären Aufenthalt eine Belegung in einem Einbettzimmer ermöglicht, kann einen höheren Tarif wählen, der naturgemäß auch mit höheren Monatsbeiträgen verbunden ist.
Arbeitet man auf eigene Rechnung wie Selbstständige oder Freiberufler, unterliegt man grundsätzlich dem speziellen Risiko, dass im Falle einer Erkrankung keine Lohn- oder Gehaltsfortzahlung geleistet wird wie es bei angestellten Arbeitnehmern der Fall ist. Dann gehen diese Berufsgruppen leer aus. Wer da sinnvoll Vorsorge betreiben möchte, sollte einen zusätzlichen Schutz wählen und sich gegen die finanziellen Folgen im Krankheitsfalle absichern lassen.
Eine Krankentagegeld- Versicherung kann finanzielle Lücken schließen, die unweigerlich auftreten, wenn der Selbstständige nicht von einer Lohnfortzahlung profitieren kann.
Hinzu kommt, dass es auch hierbei die Möglichkeit gibt, die Beiträge „drücken“ zu können. Spezielle Staffelungen und Karenzzeiten helfen, Geld einzusparen.
Bestandteil dieser Klausel ist, dass zu Anfang der Erkrankung noch kein Krankengeld gezahlt wird. Orientiert an der vertraglich festgesetzten Beitragsstaffelung, zahlt die private Krankenversicherung dann in kleineren Beträgen ein Krankengeld, um später das endgültige Niveau zu erreichen.
Wer Vergleiche unternehmen will, sollte als Selbstständiger nicht vergessen, auch die Konditionen eines solchen Staffelsystems in die Überlegungen einzubeziehen.